Der heutige Morgen fing ganz entspannt an und wir haben uns früh auf den Weg gemacht, ein langer Weg über das Atlasgebirge mit ca. 8 Std lag vor uns. Das dieser Tag doch so adrenalinreich wird hätte ich nie gedacht. Die Tour fing mit Regen an, dem Regen folgte eine Straße die nicht mehr als Straße zu bezeichnen war und hinzu kam ein dichter Nebel, so das man die Hand kaum vor Augen sieht.

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Umdrehen oder weiter? Wir sind natürlich hart im nehmen und Frank genauso verrückt wie ich, also weiter. Die Straße wurde nicht besser, dem Schotter folgte Matsch und hinzu kamen die Schlaglöcher. Nach 2 Stunden mit ca. 20km/h hatten wir dann schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass die Strasse besser wird, zum umdrehen war es aber nun doch zu spät.

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Irgendwann wurden wir dann doch mit einer befestigten Straße belohnt. Jedem Harleyfahrer schießen vermutlich beim nächsten Bild die Tränen in die Augen, ich allerdings war nur erleichtert, dass mein Baby und ich es geschafft haben.

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Es konnte nur besser werden und das wurde es auch, wir wurden mit einer wundervollen Landschaft, einer tollen kurvigen Strecke durch das Atlasgebirge und einem netten Berber (der für uns Hühnchen auf dem Grill geworfen hat) belohnt.

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Gut gestärkt setzten wir unsere Tour fort mit dem Gedanken bald in Erfoud zu sein. Nach einer Pause und dem Gedanken nur noch 1,5 Stunden auf dem Bike zu sitzen und vor Dunkelheit im Hotel zu sein ging es dann wieder auf die Piste. Unsere Tour durch den Atlas sollte aber noch nicht spannend genug sein.
Durch die Starken Regenfälle der letzten Tage in den Bergen, waren die Dörfer am Fusse des Atlasgebirges nicht verschont geblieben. Die Straßen wurden immer matschiger, bis es mich tatsächlich nicht mehr weiter gebracht hat und ich letzten Endes stecken geblieben bin, hier wäre auch jedes andere Motorrad früher oder später hängen geblieben. Dies kostete uns letztendlich nur 10 min und es ging motiviert weiter.  Bis es dann gar nicht weiter ging und die Straße wegen Überflutung gesperrt war.

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Also warten bis die Flut nachlässt, dies bedeutet gegebenenfalls für Busse ca. 1 Std., Auto´s 2 Std und Motorräder 3 Std. Das heißt ca. 23 Uhr geht es weiter, wir müssen dann noch 1 Std. nach Erfoud und ein Hotel suchen.  Zurück? Keine Chance, durch den Schlamm? Wie Frank so schön sagt wir haben Pest oder Cholera, vor ist genauso scheiße, wie zurück. Die Hotelsuche ist schnell erledigt, da ein paar Franzosen in Ihrem Hotel ein Zimmer für uns klar machen und uns die Wartezeit mit einem französischen Picknick verkürzen.
Die Franzosen sind lang weg und es scheint, dass wir mit unseren Motorrädern hier mitten in der Pampa wo es keine Laterne gibt stecken bleiben. Bis doch tatsächlich ein Marokkaner auf die Idee kommt uns mit 3 Mann, für kleines Geld, durch den Fluss zu schieben, statt zu fahren damit es keinen Kurzschluss gibt. Wir entschließen uns dafür und es klappt.

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Wir kommen auf der anderen Seite zwar plitsch platsch nass an, aber dafür ist der meiste Schlamm weggespült und die Motorräder starten problemlos.  Wir werden mit einem wundervollen Hotel und einem kühlen Bier für diesen 15 Std. Ritt belohnt. Hier und da hätte ich an ein Foto denken müssen, aber dafür wird es später ein spannendes Video geben.